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Sylt/Hamburg

Samstag, 17.9.2011

Hamburger Rathaus Am Nachmittag fuhren wir zunächst mit dem Zug bis Hamburg, wo wir auf dem Weg nach Sylt einen Zwischenstop einlegten.

Unsere Unterkunft lag unweit der Alster, so dass wir noch einen Abendspaziergang am Wasser machen konnten.
Von der Lombardsbrücke aus hatte man einen schönen Blick auf die nächtliche Binnenalster und das Rathaus.

Sonntag, 18.9.2011

Möwe in Westerland Morgens ging die Reise vom nahe gelegenen Dammtorbahnhof aus weiter nach Sylt. Die gemächliche Fahrt mit Pause zum Lokwechsel dauert rund drei Stunden. Man passiert den Nord-Ostsee-Kanal und zahlreiche Windräder und Schafe, ansonsten ist die Gegend eher spärlich besiedelt. Das letzte Teilstück führt von Niebüll, wo auch die Autos mit Ziel Sylt auf den Zug verladen werden, über den Hindenburgdamm bis zur Inselhauptstadt Westerland.

Wir hatten ein kleines Appartment nahe des Bahnhofs von Westerland, was aufgrund der Einkaufsmöglichkeiten und Verkehrsanbindung praktisch war. Die Unterkunft war ansonsten eher mäßig, allerdings waren wir auch recht spät mit Buchen dran, so dass die Auswahl nicht mehr sonderlich groß war. Insgesamt ist Sylt nicht gerade günstig, vor allem in den Ecken der Insel, die als Promitreff gelten. Aber auch Familien mit Kindern oder Campingfreunde können auf Sylt eine passende Unterkunft finden.

Am Strand von Westerland Am Nachmittag erkundeten wir die nähere Umgebung und machten bei Sonnenschein und einer reichlich steifen Brise einen Spaziergang an der Strandpromenade entlang. Vorsicht ist hier vor allzu aufdringlichen Möwen geboten, da diese allzu arglosen Touristen auch gerne mal das Eis aus der Hand stibitzen.

An der Seeseite ist Westerland leider ziemlich verbaut, einige Hochhäuser trüben die Strandidylle etwas. Ansonsten kann man am Strand schön wandern, ein längeres Teilstück führt auch über einen Holzsteg zwischen Strand und Dünen entlang.

Am südlichen Ende von Westerland führt die "Himmelsleiter" zu einem Aussichtspunkt, von wo aus man einen schönen Blick über den Strand und das Hinterland hat.

Montag, 19.9.2011
Reisenden Riesen im Wind Morgens erkundeten wir den älteren Teil von Westerland. Vorbei an den modernen Skulpturen "Reisende Riesen im Wind", welche die Reisenden am Bahnhofsvorplatz empfangen, gelangten wir zur alten Dorfkirche St. Niels. Auf dem angrenzenden Friedhof befindet sich auch der Grabstein von Kapitän Hahn, nach dem das südaustralische Hahndorf benannt ist. Einst hatte der Kapitän eine Gruppe Lutheraner auf den fünften Kontinent gebracht, die ihr neues Dorf aus Dankbarkeit nach ihm benannten.

Ansonsten genossen wir die frische Seeluft bei einem Strandspaziergang und kehrten im gemütlichen "Cafe Wien" im Zentrum Westerlands ein.

Dienstag, 20.9.2011
Hafen in List Heute war das Wetter richtig verregnet, so dass wir unsere regenfeste Kleidung einpackten und per Bus in den hohen Norden der Insel fuhren. Der Ort List ist auch der nördlichste Ort der Republik. Vom hiesigen Hafen aus kann man per Fähre die dänische Nachbarinsel Rømø erreichen oder eine Fahrt zu den Seehundbänke machen. Das stürmische Wetter hielt uns allerdings von einer Schiffstour ab, der Seegang wäre wohl nicht besonders magenfreundlich gewesen.

In der "Alten Tonnenhalle" und den angrenzenden Gebäuden sind einige Geschäfte untergebracht.
Nach einem kurzen Fußweg in Richtung Norden gelangt man zum "Erlebniszentrum Naturgewalten", wo man einiges Wissenswerte über Natur und Klima erfährt.

Noch weiter in Richtung Norden kann man im Vogelschutzgebiet Lister Haken endlos lange spazieren gehen. In der Ferne ist der Sylter Ellenbogen mit seinem Leuchtturm zu sehen, ganz soweit schafften wir es allerdings nicht.

Mittwoch, 21.9.2011
Boote im Watt Heute war das Wetter erneut nicht sehr vertrauenerweckend, so dass wir den Bus ins nahe gelegene Dörfchen Keitum nahmen. Reethäuser prägen das Ortsbild, architektonische Sünden wie in Westerland findet man hier zum Glück nicht.

Wir besichtigten das "Altfriesische Haus". Das alte Kapitänshaus ist noch wie früher eingerichtet, man bekommt auch einige interessante Erläuterungen dazu. Jetzt wissen wir zum Beispiel, woher die Begriffe "Tranfunzel", "den Löffel abgeben" oder "auf die hohe Kante legen" kommen...

Im Gegensatz zum Westen der Insel ist auf der Ostseite das Wattenmeer, so dass es am Strand sehr ruhig zugeht.
Am südlichen Ortsrand unweit des Strandes gelegen befinden sich der Grabhügel Tipkenhoog und das offene Steinbett des Harhoogs.

Kirche St. Severin in Keitum Empfehlenswert ist auch ein Zwischenstop in "Nielsen's Kaffegarten", wo es leckeren Kuchen und schöne Aussicht auf das Wattenmeer gibt.

Schließlich besichtigten wir noch die Kirche St. Severin. Auf dem zugehörigen Friedhof kann man einige alte Kapitänssteine sehen.

Nachmittags wurde das Wetter besser, so dass wir unseren obligatorischen Strandspaziergang machen konnten und noch in Westerland bummelten. Unterwegs kam uns die Brunnenfigur Wilhelmine vor die Linse. Die üppige Badende ist inzwischen ein Wahrzeichen der Stadt.

Donnerstag, 22.9.2011
Heute ließ sich endlich wieder die Sonne blicken, so dass wir den nächsten Fahrradverleih ansteuerten.

In den Dünen Unser Weg führte uns zunächst zur Friesenkapelle nach Wenningstedt. In der Nähe befindet sich auch das alte Ganggrab Denghoog. Hier kann man eine geführte Besichtigung machen, so man es denn schafft, sich durch den schmalen Eingang zu zwängen.

Weiter ging es nach Norden, wo wir das Rad stehen ließen und am Strand entlang in Richtung Rotes Kliff wanderten.

Danach fuhren wir durch Kampen, was als Ort der VIPs gilt. Entsprechend teure Geschäfte finden sich hier. Auch die angeblich teuerste Straße des Landes ist in Kampen beheimatet.

Nicht versäumen sollte man einen Besuch im "Cafe Kupferkanne". Das ehemalige Künstlercafe ist in einem alten verwinkelten Flakbunker untergebracht. Es gibt auch einen schönen Außenbereich und natürlich leckeren Kuchen.

Dermaßen gestärkt nahmen wir darauf die Uwe-Düne in Angriff, von der aus man eine lohnende Aussicht über Meer und Dünen hat.

Strandkörbe Auf dem Rückweg fuhren wir noch beim Teespeicher des Sylter Teehauses vorbei. Hier gibt es eine große Auswahl an Tee und Zubehör. Wir probierten Sanddorntee mit süßem Sanddornhonig und entschieden uns für die ungesüßte Variante.

Später machten wir noch einen abendlichen Strandspaziergang und gönnten uns einen wärmenden Grog.
Am Brandenburger Strand wurden derweil bereits Vorbereitungen für den Surfweltcup getroffen, der in der Folgewoche stattfinden sollte.

Freitag, 23.9.2011
Morgens verließen wir die Insel mit Ziel Hamburg, wo wir noch das Wochenende verbringen wollten.

Elbphilharmonie und Cap San Diego Bei schönstem Sonnenschein fuhren wir am Nachmittag zu den Landungsbrücken und sahen uns den aktuellen Stand der Bauarbeiten der Elbphilharmonie an. Später nahmen wir die Fähre nach Oevelgönne, wo wir uns noch ein wenig am Strand entspannten und den Containerschiffen beim Entladen zuschauten.

Abends hatten wir Karten für das St.-Pauli-Musical "Heiße Ecke", das im plüschigen "Schmidt's Tivoli" auf der Reeperbahn aufgeführt wird. An der Würstchenbude "Heiße Ecke" auf der Reeperbahn treffen sich dabei die unterschiedlichsten Leute. Alles ist eine Nummer kleiner und weniger aufwendig inszeniert als bei den größeren Musicals, dafür wird man jedoch mindestens genauso gut unterhalten - auf jeden Fall empfehlenswert.

Samstag, 24.9.2011
Planten un Blomen Heute trafen wir zunächst meine Tante, die auch gerade wieder in Hamburg zu Besuch war und machten einen längeren Spaziergang entlang der Alster. Bei schönem Wetter waren wir hier nicht die einzigen Spaziergänger, die die Sonnenstrahlen genossen.
Die Segler auf der Alster hatten bei totaler Flaute hingegen weniger Vergnügen und mussten die Paddel auspacken.

Wir setzten unseren Weg durch den Park Planten un Bloomen fort, wo etliche Rosen blühten und schnatternde Gänse unseren Weg kreuzten.

Am Abend trafen wir uns noch mit Freunden zum Essen.

Sonntag, 25.9.2011
Auswanderermuseum BallinStadt Nachdem wir unser Gepäck im Hauptbahnhof verstaut hatten, nahmen wir die S-Bahn nach Veddel, wo wir das Auswanderermuseum BallinStadt besuchten. An gleicher Stelle waren früher Auswanderer untergebracht, während sie auf die Abfahrt ihrer Schiffe warteten, meist mit Ziel Amerika. In den nachgebauten Häusern erfährt man einiges Interessante über die Geschichte der Auswanderung.

Nachmittags waren wir bei sonnigem Wetter noch in Speicherstadt und HafenCity unterwegs, ehe wir uns wieder auf den Weg nach Köln machten.


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1 Kommentare zu diesem Artikel:

Von Harm (hmueroe(at)aol.com)
16.06.2012 19:03 Uhr:

"Liege in Skagen mit meinem Boot und bei der Google Suche nach "Muscheln" "entdecke" zufällig ich ihre Reiseberichte. Ich bin ganz begeistert!"
© 2017 Angela Harneit