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Stockholm

Sonntag, 10.6.2012
Riksgatan Von Köln aus erreichten wir nach knapp zwei Stunden Flug gegen Nachmittag Arlanda. Der Flughafen liegt etwa vierzig Kilometer nördlich von Stockholm. Am schnellsten – und teuersten – kommt man mit dem Zug (Arlanda-Express) in die Innenstadt, wir entschieden uns für den Bus (Flygbussarna), der etwa vierzig Minuten bis zum Hauptbahnhof Stockholm Centralen benötigt. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist theoretisch auch möglich, aber ungleich umständlicher.

Am Hauptbahnhof besorgten wir uns erst einmal eine "Travelcard", mit der man sieben Tage lang den öffentlichen Nahverkehr nutzen kann.
Mit dem Nahverkehrszug (Pendeltåg) fuhren wir weiter in den Vorort Huddinge, wo unsere Unterkunft lag. Wir hatten die Übernachtung diesmal über den Anbieter Airbnb gebucht. Airbnb funktioniert ähnlich wie Couchsurfing, es werden private Unterkünfte vermittelt, allerdings handelt es sich um ein kommerzielles Angebot. Wir hatten eine nette Gastbeberin, die Wohnung war auch in Ordnung und in knapp zehn Minuten vom Bahnhof Huddinge zu Fuß zu erreichen.

Am Abend fuhren wir wieder mit dem Pendeltåg in die Stadt. Im ehemaligen Arbeiterstadtteil Södermalm gibt es einige Kneipen, vor allem entlang der Straße "Götgatan", wo wir in einem Irish Pub landeten.

Montag, 11.6.2012
Stockholmer SchlossMit dem Pendeltåg fuhren wir wieder nach Centralen. Von dort kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt bequem zu Fuß erreichen.
Über die Einkaufsstraße Drottninggatan gingen wir in Richtung Altstadt Gamla Stan. Vorbei am schwedischen Reichstag gelangten wir schließlich zunächst zum Stockholmer Schloss. Dort war gerade Wachwechsel angesagt, und wir entschlossen uns kurzerhand, dem Spektakel beizuwohnen. Nachdem die zahlreichen Zuschauer von den strengen Wachleuten auf ihre Plätze verwiesen worden waren und keine Wege mehr blockierten, konnte es losgehen. Die Zeremonie war doch etwas langwierig bei der Wärme. Zu Fuß, zu Pferde und untermalt von Pauken und Trompeten zog sich das Ganze fast über eine Stunde.

Über Mittag kehrten wir in einem netten Restaurant in der Altstadt ein, wo es ein kleines Mittagsmenü gab. Diese Menüs sind meist gut und vergleichsweise preiswert, Wasser und Kaffee gibt es nach Belieben dazu.

Ausblick vom Monteliusvägen Gestärkt gingen wir weiter nach Södermalm. Dort gibt es einen schönen Aussichtsweg, den Monteliusvägen. Der Spazierweg ist zwar nur 500 Meter lang, bietet aber einen tollen Blick auf Stockholm.

Auch vom mittlerweile stillgelegten Aufzug Katarinahissen oberhalb von Slussen hat man eine gute Aussicht. Dort befindet sich auch ein recht teures Freiluftrestaurant.
Nicht weit entfernt ist das Mosebacke Etablissement, dessen Biergarten mit Panoramablick wohl zu den schönsten der Stadt gehört.

Am Nachmittag machten wir noch eine Ausflug nach Djurgården. In knapp 20 Minuten erreicht man die Halbinsel von Slussen aus mit der Fähre. Die Fährverbindung ist auch im Ticket für den öffentlichen Nahverkehr enthalten.

Gegen Abend waren wir in den Kungshallen, die mehrere Restaurants unter einem Dach vereinen, landeten aber schließlich doch wieder in einem gemütlichen Irish Pub.

Dienstag, 12.6.2012
Heute machten wir uns gleich auf zum Stadshuskajen, von wo aus die Fähren zum Schloss Drottningholm ablegen. Mit einem altem Dampfschiff dauerte die Fahrt zwischen Stadt und Natur eine knappe Stunde.

Schloss Drottningholm Schloss Drottningholm ist auch der Wohnsitz der Königsfamilie. Zum Schloss gehört ein schön angelegter Park. Im Schloss sollte man unbedingt eine Führung mitmachen, hier erfährt man viel Interessantes über die Geschichte Schwedens und des Königshauses.

Nach der Führung durchstreiften wir den Park und gelangten zum Chinesisches Schlösschen, das wir allerdings nicht besichtigten. Stattdessen flüchteten wir vor dem einsetzenden Regen in ein kleines Cafe und ließen uns eine schwedische Zimtschnecke schmecken. Als der Regen etwas nachließ, marschierten wir durch den Park zurück zur Anlegestelle.

Wieder in Stockholm angelangt, hatte sich das Wetter gebessert. Wir erkundeten anschließend den vornehmen Stadtteil Östermalm. Hier finden sich die teuersten Geschäfte der Stadt, auch die Königskinder wohnen hier.

Zum Abendessen landeten wir in der örtlichen Vapiano-Filiale bei Nudeln und Pizza, wo allerdings Geduld angesagt war beim Schlangestehen.

Mittwoch, 13.6.2012
Segelboote auf Djurgården Von Slussen aus nahmen wir die Fähre nach Djurgården, wo wir das Vasa-Museum besuchen wollten. Die Vasa ist ein Kriegsschiff, das 1628 bei der Junfernfahrt im Hafen von Stockholm gesunken ist. 1961 wurde die Vasa gehoben, durch das wenig salzhaltige Wasser war das Schiff von Holzwürmern verschont geblieben und ist fast vollständig erhalten.

Im Museum erfährt man einiges über die Hintergründe des Untergangs, auch die Geschichten einiger Verunglückter wurden rekonstruiert. Wir waren rund drei Stunden dort. In verschiedenen Sprachen werden auch kurze Führungen angeboten, die man nicht verpassen sollte.
Mittags aßen wir im guten Museumsrestaurant noch das obligatorische Köttbullar.

Vor dem Museum ist auch ein kleiner Museumshafen mit zwei Schiffen, deren Besuch ebenfalls interessant ist.

Im Anschluss machten wir eine längeren Spaziergang über die Halbinsel Djurgården, die den Stockholmern auch als Naherholungsgebiet dient. Neben dem Vasa-Museum gibt es hier auch den Vergnügungspark Gröna Lund, das Junibackenmuseum (schwedische Kinderliteratur) und das Freiluftmuseum Skansen, das ebenfalls sehr interessant sein soll.

Wir wanderten bis ans andere Ende der Insel, vorbei an vornehmen Villen.

Abends waren wir wieder in Södermalm, wo wir in einem ziemlich schlechten Pub Fußball schauten. Es war schließlich gerade EM, was in Schweden allerdings nur auf mäßiges Interesse stieß. Sportart Nummer Eins ist dort Eishockey.

Donnerstag, 14.6.2012
Heute wollten wir noch eine Ausflug in den Schärengarten vor Stockholm machen. Da wir die Abfahrt der Fähre gerade verpasst hatten, hatten wir noch fast zwei Stunden Zeit bis zur nächsten Fähre. Wir wanderten zur nahe gelegenen Insel Skeppsholmen. Dort liegt das Hotelschiff Af Chapman. Auf der anderen Seite der kleinen Insel hingegen sind etliche alte Schiffe zu bewundern, auf Schautafeln erfährt man näheres zu deren Geschichte.

Schließlich ging dann unsere Fähre nach Vaxholm östlich von Stockholm, wiederum ein altes Dampfschiff, das auch etliche Zwischenhalte einlegte. So dauerte die Fahrt etwas mehr als eine Stunde, und unterwegs bekam man schon einen schönen Eindruck der Landschaft.

Vaxholm Nordhafen Die Insel Vaxholm ist recht touristisch, von hier aus gehen die Schiffe zu den unzähligen kleinen Schäreninseln, die erst hinter Vaxholm richtig beginnen.
Das alte Kastell vor der Insel ist mit einer kleinen Fähre zu erreichen und beherbergt heute ein Museum.
Die Insel selbst lässt sich gut zu Fuß erkunden. Besonders empfehlenswert ist der Nordhafen, der ehemalige Fischerhafen. Typische schwedische Holzhäuser stehen am Ufer, außerdem gibt es hier ein sehr gemütliches kleines Cafe mit Blick über den Hafen.

Für den Rückweg nach Stockholm nahmen wir den Linienbus.

Abends gingen wir noch in der Altstadt essen, diesmal leckeren Lachs, den man in Schweden natürgemäß häufig findet.

Freitag, 15.6.2012
Da unser Rückflug bereits für mittags angesetzt war, konnten wir heute nicht mehr viel unternehmen. Per Pendeltåg und Flygbussarna fuhren wir nach Arlanda und landeten am Nachmittag wieder wohlbehalten in Köln.


Bilder Stockholm 1
Bilder Stockholm 2
Bilder Stockholm 3
Bilder Stockholm 4

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