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Marokko

Zum zweiten Mal ging es auf eine Gruppenreise, diesmal nach Marokko. Veranstalter der 12-tägigen Reise war Marco Polo Reisen, vor Ort übernahm ein lokaler Anbieter die Durchführung (S'Tours).

Unser Reiseleiter war ein Marokkaner, der ziemlich gut deutsch sprach. Die Gruppe war recht gemischt, die Altersspanne der Teilnehmer ging von Anfang 20 bis knapp 90! Auch eine starke Schweizer Fraktion war vertreten.

Die Hotels, in denen wir unterwegs übernachteten, hatten nach Landeskategorie 4 bis 5-Sterne. Bei genauer Betrachtung gab es allerdings einige Mankos, von der Technik bis zur Sauberkeit.

Die Rundreise führte von Casablanca nach Fes, Erfoud, Ouazarate, Marrakesch und wieder zurück nach Casablanca.

Sonntag, 29. September 2019
Anreise


Mit Royal Air Maroc ging es gegen Abend in rund 3 Stunden von Frankfurt nach Casablanca. Am Flughafen wurden wir vom Reiseleiter abgeholt und kamen gegen späten Abend im Hotel in Casablanca an (Farah Maghreb).

Montag, 30. September 2019
Casablanca - Rabat - Fès


Hassan-II.-Mosche in Casablanca Zunächst besichtigten wir die Hassan-II.-Moschee in Casablanca. Die Moschee, die eine der größten der Welt ist, darf auch von Nicht-Muslimen besucht werden. Bis zu 25.000 Personen finden hier Platz.

Im Anschluss führte die Reise per Bus weiter in die Hauptstadt Rabat. Hier hielten wir als erstes am Königspalast. Wie wir im Verlaufe der Reise feststellen sollten, gibt es davon einige in diversen Städten. Als wir gerade vor dem Palast standen, hallten die Gebetsrufe des Muezins durch die Stadt.

Dann ging es zum Mausoleum von Mohammed V, das man an diesem Tag leider nicht von innen besichtigen konnte.

Der gegenüberliegende Hassan-Turm ist das Wahrzeichen der Stadt. Er gehört zur nicht fertig gestellten Großen Moschee. Von dieser gibt es nur einige Säulen und Mauern, die einen Eindruck der geplanten Größe vermitteln.

Danach ging es zur Kasbah Oudaya und ins blau-weiße Altstadtviertel von Rabat. Von hier hatte man auch einen herrlichen Ausblick aufs Meer.

Heutiges Etappenziel war die Stadt Fès, wo wir für drei Nächte im Ramada unterkamen.

Dienstag, 1. Oktober 2019
Fès


Königspalast in Fès Heute besuchten wir zunächst den Königspalast in Fès mit seiner reich verzierten Front.

Danach ging es in die wuselige Medina, die Altstadt von Fès. Besonders beeidruckend war das Gerber-Viertel. Der üble Geruch wurde mit Pfefferminze übertüncht. Heute wird aber zumindest nur Taubenkot verwendet, während früher Ammoniak zum Einsatz kam. Entsprechend ungesund war der Job als Gerber.

Wir konnten auch einen Blick in die alte Koranschule Medersa Attarine werfen.

Im Verlaufe des Tages wurden von unserer Gruppe diverse Geschäfte aufgesucht, wo man zum Kauf animiert werden sollte - Keramikladen, Stoffgeschäft. Es scheint in Marokko überdurchschnittlich üblich zu sein, dass Touristen durch Geschäfte geschleust werden.

Amüsant ist in dem Zusammenhang das Handeln, was man als Europäer ja nicht so gewohnt ist. Hier ist das allerdings unerlässlich, der zuerst genannte Preis ist immer deutlich zu hoch.

Mittwoch, 2. Oktober 2019
Ausflug Volubilis und Meknès


Stausee Heute stand ein optionaler Ausflug nach Volubilis und Meknès auf dem Programm.

Die Fahrt durch die leicht bergige Landschaft war sehr beeindruckend. Unterwegs gab es einen Fotostop bei einer der zahlreichen Stauseen, die in Marokko gebaut wurden.

In der römischen Ausgrabungsstätte Volubilis machten wir eine kurze Besichtigung, wobei der lokale Guide uns im Schnelldurchlauf durch die Anlage scheuchte ("Hallohallo, pressiert"...).

Weiter ging es nach Meknès mit der beeindruckenden Toranlage Bab Mansour. In einem Riad gab es ein sehr leckeres Mittagessen mit mehreren Gängen und marokkanischem Wein. Im Anschluss ging es nach kurzer Stadtrundfahrt in Meknès zurück nach Fès.

Donnerstag, 3. Oktober 2019
Fès - Erfoud


Dünen Erg Chebbi Heute stand eine lange Fahrt durchs Atlasgebirge in die Oasenstadt Erfoud auf der Agenda.

Einen ersten kurzen Stop gab es im Wintersportort Ifrane, der ein wenig an die Alpen erinnerte. Einen weiteren Halt gab es zum Mittagessen, das Restaurant war allerdings eine ziemliche Touristen-Absteige.

Nach ungezählten Serpentinen erreichten wir schließlich am späten Nachmittag Erfoud. Hier sprangen wir direkt in Jeeps, die uns in einer knappen Stunde zu den Sanddünen von Erg Chebbi bringen sollten. Dort angekommen, ging es per wackligem Wüstenschiff dann noch ein Stück die Dünen hinauf. So ein Dromedar-Ritt ist ein Erlebnis, aber etwas gewöhnungsbedürftig. Man setzt sich auf das liegende Tier, das sich dann mit dem Hinterteil zuerst aprupt erhebt - beim Abstieg umgekehrt.

Der Sonnenuntergang von den Dünen betrachtet war ein beeindruckendes Erlebnis.

Danach ging es zurück ins Hotel (Palms Club). Das Abendessen schenkte ich mir, da mir die Serpentinen und die viele Fahrerei einigermaßen auf den Magen geschlagen hatten.

Freitag, 4. Oktober 2019
Erfoud - Ouarzazate


Kasbah Taourirt in Ouarzazate Heute stand erneut eine längere Fahrt an, diesmal in die Filmstadt Ouarzazate.

Unterwegs gab es einen Halt in der Todraschlucht. Das Mittagessen fand in einem sehr gemütlichen Restaurant statt, wo man draußen sitzen konnte.

In Ouarzazate angekommen, besichtigten wir direkt noch die Kasbah Taourirt mit sehr interessanter Führung durch einen lokalen Guide. Hier gab es tolle Mosaiken, Verzierungen und Zedernholzdecken zu bewundern.

Übernachtung war im Riad Salam.

Samstag, 5. Oktober 2019
Ouarzazate - Marrakesch


Djemaa el-Fna in Marrakesch Heute führte der Weg in die rote Stadt Marrakesch.

Noch in Ouarzazate gab es einen kurzen Fotostop vor den Atlas-Filmstudios. Ouarzazate ist das Zentrum der marokkanischen Filmindustrie. In den Atlas-Filmstudios wurden zahlreiche Kinofilme gedreht, unter anderem Gladiator und Babel.

Als Filmkulisse diente auch die Kasbah Ait Benhaddou, wo wir einen weiteren Fotostop einlegten.

Nach erneut vielen Serpentinen und Fahrt über den Gebirgspass Col du Tichka in über 2000 m Höhe erreichten wir gegen späten Nachmittag Marrakesch.

In den Straßen ging es lebhaft zu, auffällig waren die vielen Mopeds. Gefühlt scheint jeder Einwohner - und auch jede Einwohnerin - in Besitz eines solchen zu sein.

Im Hotel angekommen (Ryad Mogador Opera) ging es gleich weiter mit einem optionalen Abendprogramm.

Zunächst wurde der wunderschöne Botanische Garten Jardin Majorelle besucht. Der Garten wurde 1980 von Yves Saint Laurent und seinem Lebensgefährten und Geschäftspartner aufgekauft. Hier gibt es zahlreiche exotische Pflanzen zu bewundern. Die bevorzugte Farbgebung im Park ist ein spezielles Majorelle-Blau. Leider hatten wir hier nur noch eine halbe Stunde Zeit bis zur Schließung, hier hätte man deutlich mehr Zeit verbringen können.

Danach ging es per Kutsche durch schmale, belebte Altstadt-Gassen zum zentralen Platz Djemaa el-Fna. Hier treffen sich jeden Abend Gaukler, Wahrsager, Schlangenbeschwörer und Wunderheiler - ein echtes Erlebnis für alle Sinne. Vorsicht ist aber beim Fotografieren geboten, hier muss immer eine Kleinigkeit bezahlt werden, was übrigens auch penetrant eingefordert wird, wenn sich jemand nur in der Nähe des Kamera-Blickfeldes wähnt.

Von der Dachterasse eines Cafes hatten wir einen tollen Ausblick über den wuseligen Platz.

Sonntag, 6. Oktober 2019
Marrakesch


Souks von Marrakesch Den heutigen Tag verbrachten wir bei 38 Grad mit Sightseeing in Marrakesch.

Beeindruckend war der Besuch des Bahia-Palast mit Haremsgarten.

Vor den Saadier-Gräbern musste man etwas Schlange stehen, der Blick war aber lohnend.

Lebhaft ging es in den Souks, den Geschäften der Altstadt, zu. Hier muss man aufpassen, dass man sich nicht verläuft. Gehandelt wurde hier quasi alles. Besonders beeindruckend fand ich das Viertel, wo Eisenwaren hergestellt und verkauft wurden.

Nach dem offiziellen Rundgang mit der ganzen Truppe hatten wir noch etwas Freizeit und bummelten noch in kleinerer Runde durch die Souks. Gegen Abend war es hier merklich entspannter.

Montag, 7. Oktober 2019
Marrakesch - Casablanca


Corniche Uferpromenade in Casablanca Heute Vormittag fuhren wir über die Autobahn zurück nach Casablanca.

Dort angekommen ging es ans Meer zur Corniche Uferpromenade.

Im Quartier Habous legten wir noch einen Stop ein und besichtigten das Mahkama du Pacha, das ebenfalls mit marokkanischer Architektur beeindruckte.

Gegen späten Nachmittag waren wir wieder im Hotel (wie zu Beginn der Reise im Farah Maghreb).

Dienstag, 7. Oktober 2019
Abreise


Um neun Uhr morgens ging es per Bus zum Flughafen und von dort aus per Direktflug zurück nach Frankfurt.

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