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Hamburg

Samstag, 25. Juli 2009
Rote Flora Schanzenviertel Im Gegensatz zu den letzten beiden Hamburg-Trips gab es dieses Mal keinen fußballtechnischen Anlass für die Reise. Erinnert man sich an die wenig erbaulichen Auftritte des KSC dort, konnte dies der Reise nur gut tun. Stattdessen wollten wir Tantchen treffen und das Sommerwetter genießen.

Wir hatten diesmal eine Unterkunft im Mercure-Hotel bei der Messe, was in relativ verkehrsgünstiger Lage nahe der U-Bahnhaltestelle Schlump liegt. Nachdem wir soweit eingecheckt hatten, machten wir uns mit Regenschirm bewaffnet auf in Richtung Schanzenviertel (das erhoffte Sommerwetter hatte sich leider erst für den nächsten Tag angesagt, aber das kannten wir ja schon von Hamburg). Vor der heftigsten Regenattacke konnten wir uns soeben noch in ein portugiesisches Restaurant gegenüber der "Roten Flora" retten.

Nachdem wir uns in besagtem Restaurant mit einer Kleinigkeit gestärkt hatten, machten wir uns auf in Richtung Hafen-City. Dort wollten wir das Internationale Maritime Museum besuchen, was für einen verregneten Tag eine passende Beschäftigung zu sein schien. Auf zehn "Ausstellungsdecks" in einem alten Speicherhaus gibt es einiges zu entdecken, von der Geschichte der Passagierschifffahrt bis hin zu Miniaturschiffen oder Marinegemälden. Als das Museum um 18 Uhr die Pforten schloss, hatten wir noch längst nicht alles gesehen.

Internationales Maritimes Museum Nach einem kurzen Zwischenstop im Hotel ging es gleich weiter, da wir noch mit Freunden in einem griechischen Restaurant vereinbart waren. Das Essen war sehr lecker, und gut gesättigt machten wir uns auf den Weg ins Planetarium im Stadtpark. Dort werde regelmäßig Multivisionsshows aufgeführt. An diesem Abend fand die "Deep Space Night 3.1" statt. Die Aufführung war in der Tat ziemlich "spacig", mit teils Schwindel erregenden Projektionen an die Decke des Kuppelsaales und passender Musik - von "Major Tom" bis "Rocket Man". Eine unterhaltsame Mischung.

Sonntag, 26. Juli 2009
Heute konnten wir den Regenschirm erwartungsgemäß zu Hause lassen. Nach einem sehr guten Frühstück im Hotel, wo es am Buffet allerdings zuging wie im Taubenschlag, machten wir uns auf den Weg. Vorbei am Fernsehturm ging es zu einigen versteckteren Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt.
So sind am Bäckerbreitergang, wo früher ein Armen-Viertel war, noch etliche historische Häuser zu sehen. Am Breiter Gang steht das gelbe Memel-Haus, einst gebaut von der Genossenschaft der Schiffszimmerer.

Michel An der Ecke zum Rademachergang befindet sich eine leicht zu übersehende kleine Figur an der Hauswand, die dem gegenüber liegenden Hummel-Denkmal den Allerwertesten entgegenstreckt - eine Anspielung auf den Hamburger Gruß "Hummel, hummel - mors, mors".

Nach einer Kaffepause in der Nähe des Michels erreichten wir schließlich die Landungsbrücken. Dort angekommen, statteten wir dem Museums-Segelschiff Rickmer Rickmers einen Besuch ab und experimentierten ein bißchen mit unserem Weitwinkelobjektiv.

Am frühen Nachmittag machten wir uns auf in Richtung Alster, um meine Tante zu treffen. Tantchen wohnt zwar eigentlich im fernen Brasilien, ist aber der Liebe wegen des Öfteren in Hamburg zu Besuch. Zunächst legten wir einen kleinen Cafe-Tratsch im Cafe Canale in Winterhude ein. Dort herrschte offenbar gerade Rhabarberüberschuss, so genossen wir leckeren Rhabarberkuchen und Rhabarbersaft. Bekannt ist das Cafe aber vor allem für den "Drive In"-Schalter für Ruderer und Kanufahrer auf dem angrenzenden Kanal - oder nennt man das eher "Paddle In"?

Rathaus Das mit dem Paddeln wollten wir dann auch einmal ausprobieren. Bei einem Bootsverleih an der Alster mieteten wir uns ein Kanu, in dem wir zu dritt bequem Platz fanden. Die Koordination ließ zu Beginn etwas zu wünschen übrig, doch immerhin gelang es uns, Kollisionen mit Alsterschippern, Brückepfeilern, Seglern oder andern planlosen Paddlern zu vermeiden. In letzte Kategorie fielen zwei Mädels, die verkehrt herum in ihrem Ruderboot saßen und offenbar die Segel gestrichen hatten. Dagegen waren wir doch fast schon Profis.

Später gingen wir noch mit Tante & Co bei einem Italiener um die Ecke lecker zu Abend essen.

Danach verabschiedeten wir uns in Richtung Innenstadt und machten noch einen Runde Sightseeing "Hamburg by night" an Binnenalster und in der HafenCity. Letztere war um diese Zeit ziemlich ausgestorben, die einzigen Lebewesen außer uns waren ein Haufen fetter Spinnen, die unter den Lichtern der Brücken auf ihr Abendessen warteten.

Montag, 27. Juli 2009
Schwimmkran Nach einem erneut ausführlichen Frühstück lieferten wir zunächst unser Gepäck am Hauptbahnhof ab und fuhren weiter in Richtung Landungsbrücken. Dort verschwanden wir kurz in den Untergrund, um im alten Elbtunnel ein paar Fotos zu schießen. Im Tunnel war heute allerdings recht reger Fahrzeugbetrieb, so dass die Bewegungsfreiheit ziemlich eingeschränkt war.

Danach spazierten wir bei strahlendem Sonnenschein am Elbufer entlang und holten uns dabei einen ziemlichen Sonnenbrand. Mit solchen Temperaturverhältnissen rechnet man ja im hohen Norden nun wirklich nicht. Vorbei an den Häusern der Hafenstraße und der Altonaer Fischmarkthalle erreichten wir das Docklandhaus. Das markante Gebäude am Elbufer ist der Form eines Schiffes nachempfunden.

Etwas weiter flussabwärts räkelten sich die Sonnenanbeter am Elbstrand, ein paar ganz Wagemutige stürzten sich sogar in die Fluten. Wir trafen uns dann mit einer Freundin in der Strandbar "Strandperle", wo wir einen Zwischenstop unterm Sonnenschirm einlegten, ehe wir unseren Elbspaziergang noch bis Teufelsbrück fortsetzten. Auf dem schwankenden Anleger ließen wir uns noch eine Weile nieder und genossen die Sonne, ehe wir dann per Fähre via Finkenwerder zurück zu den Landungsbrücken fuhren.

Gerade rechtzeitig erwischten wir unseren Zug zurück nach Köln.

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