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Belgien

Donnerstag, 11. Juni 2009
Köln - Brüssel


Galeries Royales St. HubertZusammen mit einer Freundin war ein Trip ins westliche Nachbarland geplant.
Bereits um halb 7 in der Frühe fanden sich also zwei noch nicht ganz wache Touristen am Kölner Hauptbahnhof ein. Nachdem ein Kaffee die gröbste Müdigkeit vertrieben hatte, konnte es losgehen.

Mit dem Thalys ereichten wir nach gut zweistündiger Fahrt die belgische Hauptstadt Brüssel.
Zunächst suchten wir unser Hotel auf. Zum Einchecken war es noch zu früh, und so lagerten wir erst einmal unser Gepäck zwischen und machten uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden.

Ganz in der Nähe unserer Unterkunft lag der Grote Markt, der zentrale Platz mit Rathaus, der von schönen alten Häusern umgeben ist. Rundherum fielen die unzähligen Pralinenläden ins Auge. Wir konnten uns aber noch so eben beherrschen, am frühen Morgen bereits über belgische Schokolade herzufallen.
Stattdessen schlenderten wir durch die hübsche historische Ladenpassage "Galeries Royales Saint-Hubert" und nahmen in einem Cafe ein zweites Frühstück zu uns.

Atomium Derartig gestärkt bestiegen wir dann die Metro, um das Atomium zu besichtigen.
Das berühmte Wahrzeichen der Stadt stellt eine 165-milliardenfache Vergrößerung der Elementarzelle der Eisenkristallstruktur dar. Mit einer Höhe von 102 Metern wirkt das zur Expo '58 errichtete Bauwerk ziemlich imposant. Mit Belgiens schnellstem Fahrstuhl gelangt man bis in die oberste Kugel, wo man eine schöne Aussicht auf die Umgebung hat. Treppen oder Rolltreppen verbinden die anderen Kugeln miteinander. Sechs der neun Kugeln sind für die Öffentlichkeit zugänglich und beherbergen unter anderem kleine Ausstellungen zur Expo oder zu belgischen Comics. Draußen braute sich derweil ein Unwetter zusammen, nach einem kurzen und heftigen Schauer sah es danach aber schon wieder besser aus.

Wieder zurück in der Innenstadt checkten wir dann im Hotel ein. Wir hatten ein äußerwst geräumiges Zimmer, das über zwei Stockwerke ging und eigentlich für vier Personen gedacht war.

Im Anschluss besuchten wir das kleine Schokoladenmuseum am Grote Markt, was sich aber nicht wirklich lohnte. Da ist das Kölner Schokoladenmuseum doch deutlich spannender.

Grote Markt Nach einer Ruhepause im Hotel - die Müdigkeit machte sich jetzt doch bemerkbar - zogen wir gegen Abend weiter durch die Stadt. In der Altstadt statteten wir dem berühmten "Manneken Pis" einen Besuch ab. Die pinkelnde Statue war überraschend klein. Wäre sie nicht dermaßen von Touristen umringt gewesen, hätte man das Kerlchen auch leicht übersehen können.

Vornehmer wurde es im "Quartier des Sablons", wo viele Galerien und Antiquariate beheimatet sind. In einem kleinen Restaurant dort aßen wir zu Abend, frittierter Käse - die Belgier scheinen im Übrigen nicht nur Pommes zu frittieren, sondern so gut wie alles.

Später gönnten wir uns zum Abschluss noch einen Absacker in einer kleinen arabischen Kneipe in der Nähe des Grote Markt.

Freitag, 12. Juni 2009
Brüssel


Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel erkundeten wir heute zum Großteil zu Fuß die Stadt. Stationen waren unter anderem der Justizpalast, der Parc de Bruxelles und der Königliche Palast.

Belgische Pralinen Auch ein Pralinenladen musste heute dran glauben. Zum Kaffe gab es dort eine Degustation von vier ausgewählten Pralinen - hmm, lecker.

Danach machten wir noch einen Zwischenstop im Jubelpark. Am östlichen Ende befindet sich der beeindruckende Triumphbogen. Vom Park aus war es nicht weit zum Europäischen Viertel. Da Freitag war, hatte das Parlament allerdings für Besucher bereits geschlossen, und wir mussten uns damit begnügen, von außen die Architektur zu bewundern.
In einem Bistro in der Nähe nahmen wir ein spätes Mittagessen zu uns, ehe wir ins Comicmuseum gingen. Comicfans können hier Stunden verweilen, allerdings sind die ausgestellten Comic-Ausschnitte nur Französisch und Flämisch.

Botanischer Garten So langsam taten uns danach die Beine weh, und wir verbrachten noch eine ganze Weile im Botanischen Garten und genossen die Abendsonne.

Später gönnten wir uns eine Belgische Waffel am Grote Markt, die aber - zumindest in meinem Fall - ziemlich ekelig schmeckte. Wohl ein bißchen zu viel Schokosoße.

Den Abend ließen wir in einer netten Kneipe ausklingen. Eine ziemlich gute Band sorgte dabei für Live-Musik. Ein nerviger Gast sorgte hingegen für gesteigerten Umsatz bei der Rosenverkäuferin und beglückte weibliche Gäste mit Blumen oder Getränken. Irgendwann am späten Abend machten wir uns dann unauffällig aus dem Staub und fielen müde ins Bett.

Samstag, 13. Juni 2009
Brüssel - Brügge


Brügge Mit dem Zug ging es in etwa einer Stunde von Brüssel nach Brügge. Auf den ersten Blick schien Brügge das totale Kontrastprogramm zur Hauptstadt. Kleine Gässchen und wenige Leute auf der Straße ließen den Ort ziemlich verschlafen wirken. Das änderte sich allerdings in der Innenstadt, dort war doch ein ziemlicher Touristenauflauf.

Zunächst suchten wir die Unterkunft auf, hier hatten wir ein Zimmer im Hostel gebucht. Dieses war es deutlich teuerer als in Brüssel, von der Qualität allerdings nicht annähernd so gut.

Die Altstadt war sehr idyllisch und von zahlreichen Kanälen durchzogen. Nach einem größeren Rundgang zur Orientierung und einem Mittagessen, war der Belfried am Grote Markt unser nächstes Ziel. Dort musste man allerdings erst einmal Schlange stehen, da nicht allzu viele Leute gleichzeitig den Turm erklimmen konnten. Nach einem etwas anstrengenden Aufstieg wurde man auf der Aussichtsplattform mit einer tollen Aussicht belohnt.

Brügge Belfried Danach suchten wir uns eine etwas weniger überlaufene Bootsanlegestelle und machten eine etwa einstündige Fahrt über die Kanäle.

Abends fand auf einem Platz in der Innenstadt ein Konzert statt, wo wir bei schönem Wetter noch ein Weilchen entspannten.

Nach dem Abendesse in einem italienischen Restaurant gingen wir zurück ins Hostel, wo wir mit einigen Unzulänglichkeiten in unserer Behausung zu kämpfen hatten. Während Yvonne nach dem Zuziehen des Vorhangs selbigen gleich in die Hand hatte, brachte ich das Bett zum Zusammenbrechen. Bei genauerer Untersuchung waren jedoch nur die Querlatten locker. Nunja, wirklich nicht gerade eine Luxusherberge, vor allem wenn man den Preis bedenkt.

Sonntag, 14. Juni 2009
Brügge - Oostende - Köln


Oostende Segelschiff Heute morgen wurden wir von heftigem Regen geweckt. Dies kam uns gar nicht entgegen, hatten wir doch heute einen Tag am Meer vor uns.

Nach dem Frühstück ging es also mit Schirm bewaffnet zum Bahnhof, von wo wir weiter nach Oostende fuhren. Die Fahrt dauerte nur zwanzig Minuten. In der "Stad aan Zee" sah das Wetter leider auch nicht einladender aus. Als Alternative zum Strand bot sich ein Besuch des Museumsschiffes "Amandine" an. Um den ehemaligen Islandfischer ist ein interessantes kleines Museum gebaut. Zu dieser frühen Uhrzeit am Vormittag hatten wir das Museum völlig für uns alleine und konnten uns in Ruhe umsehen.

Danach hatte sich das Wetter zumindest etwas gebessert, so dass man sich wieder ins Freie trauen konnte. Am Hafen stärkten wir uns mit einem Fischsnack und gingen bis zum Ende der Mole.

Oostende Oostende hat einen schönen großen Strand, ist vom Stadtbild aber ziemlich verschandelt. Entlang der Küste gibt es fast ausschließlich Hochhäuser, nur ganz vereinzelt entdeckt man einmal ein schönes altes Haus dazwischen. Besser also, man richtet den Blick aufs Meer hinaus...

Wir wanderten ein ganzes Stück die Strandpromenade und den Strand entlang. Unterwegs legten wir in einem Restaurant mit leicht überforderter Bedienung eine Crepe-Pause ein. Das Wetter wurde zunehmend besser, so dass wir am Ende auch noch einige Sonnenstrahlen abbekamen. Nach einer Runde um den Jachthafen war es dann auch schon wieder an der Zeit, zum Bahnhof zurückzukehren.

Die Rückfahrt verlief nicht ganz reibungslos, so dass wir erst mit rund einer Stunde Verspätung am Abend wieder in Köln ankamen.

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